Lektion 2: Licht-Check

Licht ist dein stärkster Filter. Für viele essbare Pflanzen gilt: Fruchtpflanzen brauchen mehr direkte Sonne als Blatt- oder Wurzelpflanzen. Als Orientierung für warm-season/fruchtende Kulturen häufig 6–8 Stunden direkte Sonne an (je nach Kultur/Region). Blattgemüse ist oft toleranter.

Warum Licht für Balkon-Gärten Nummer 1 ist

Wenn du nur eine Sache richtig einschätzen willst, dann Licht. Es entscheidet:

  • welche Pflanzen überhaupt funktionieren
  • wie schnell du giessen musst
  • ob Pflanzen nur „überleben“ oder wirklich „performen“

Viele Anfänger:innen kaufen Pflanzen nach Aussehen – und stellen sie in Licht, das nicht passt. Dann beginnt das Frustspiel.

Schritt 1: Direkte Sonne vs. helles Licht unterscheiden

Schritt 2: 3-Zeitfenster-Check

Schritt 3: Lichtkategorie bestimmen

Schatten

 

  • meist unter 3 Stunden Sonne
  • gut möglich: Blattgemüse in kühleren Monaten, Minze, gewisse Heilpflanzen
  • schwierig: Fruchtpflanzen (sie wachsen oft grün, fruchten aber kaum)

Halbschatten

 

  • meist 3–6 Stunden Sonne oder „Sonne nur morgens/abends“
  • ideal für: Salate, Radieschen, viele Kräuter, einige Beeren, Heilpflanzen wie Melisse

Vollsonne

 

  • meist 6+ Stunden direkte Sonne oder sehr starke Nachmittagssonne
  • ideal für: Tomaten, Chili, Aubergine (fortgeschritten), Erdbeeren, mediterrane Kräuter (Thymian, Rosmarin)

Praxisauftrag

Mikroklima-Notiz: Fülle diese Mini-Tabelle aus:

Zeitfenster

direkte Sonne

hell ohne Sonne

Schatten

Morgen

Mittag

Abend

Deine Kategorie: ☐ Vollsonne ☐ Halbschatten ☐ Schatten

Mini-Zusammenfassung

  1. Direkte Sonne ist entscheidend für viele Fruchtpflanzen.
  2. Halbschatten ist oft ideal für Blattgemüse und viele Kräuter.
  3. Schatten ist möglich – aber mit realistischeren Pflanzen.
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